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Botox und Filler gegen Stirnfalten, Zornesfalten, Lachfalten und Krähenfüsse
Prof. Dr. med. Hisham Fansa
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27. Mai 2026
Falten im Gesicht gehören zum natürlichen Alterungsprozess der Haut. Sie entstehen durch eine Kombination aus mimischer Aktivität, nachlassender Hautelastizität sowie einem allmählichen Volumenverlust im Gewebe. Besonders im oberen Gesichtsdrittel zeigen sich häufig erste Veränderungen an Stirn, zwischen den Augenbrauen (Glabella, Zornesfalte) sowie im Bereich der Augenpartie (Krähenfüsse). Die moderne ästhetische Medizin bietet heute verschiedene minimal-invasive Behandlungsmöglichkeiten, um Gesichtsfalten gezielt und individuell zu behandeln. Dabei stehen nicht operative Verfahren wie Botox, Hyaluronsäure-Filler sowie regenerative Ansätze wie PRP (Eigenbluttherapie / Vampir- Lifting) oder Biostimulatoren im Fokus. Im folgenden Interview erklärt Prof. Dr. med. Hisham Fansa, Chefarzt und Leiter der Plastischen Chirurgie Zürich, die wichtigsten Unterschiede, Einsatzbereiche und realistischen Ergebnisse moderner Faltenbehandlungen.
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Welche Falten treten im Gesicht am häufigsten auf?
Alle Falten im Gesicht sind mimische Falten, das heisst, sie entstehen dort, wo sich die Haut durch Muskelbewegungen bewegt. Klassische Beispiele sind die «Krähenfüsse» um die Augen. Die entstehen durch das Schliessen der Augen. Oder die Stirnfalten, die entstehen durch das Runzeln der Stirn. Dort im Gesicht, wo wir keine Muskeln haben, entstehen in der Regel auch keine Falten. Das sieht man deutlich vor dem Ohr: In einer Area von etwa vier bis fünf Zentimetern vor dem Ohr sind keine Muskeln, dort haben auch ältere Menschen keine Falten.
Was ist der Unterschied zwischen Botox und Fillern?
Botox ist ein Medikament. Es ist ein von Bakterien hergestelltes Toxin. Es hemmt die Übertragung von Nervenimpulsen auf den Muskel. Damit kann man die Mimik dosisabhängig reduzieren oder «stilllegen».
Filler sind Medizinprodukte, die in der Regel aus körperähnlicher Hyaluronsäure besteht. Diese Filler werden in die Haut und die Unterhaut eingebracht, um Volumenverlust oder kleinere Fältchen auszugleichen. Sie verhindern jedoch keine Faltenentstehung.
Wann wird Botox eingesetzt?
Ich empfehle Botox überall dort, wo mimische Falten stören. Stirn und Zornesfalte sind die klassischen Einsatzbereiche. Krähenfüsse und die Reduktion des Mundwinkelsenkers sind gute Ergänzungen. Auch am Hals kann man es einsetzen.
Wann kommen Filler zum Einsatz?
Die bekanntesten Regionen sind die Lippen, die Jochbögen sowie die Nasolabialfalte, also der Ansatz der Falte von der Nasenbasis zum Mundwinkel.
Welche Rolle spielen PRP-Behandlungen in Zusammenhang mit Faltenbehandlungen?
PRP ist eine körpereigene Regeneration. Plasma aus dem eigenen Blut regt in der Unterhaut und Lederhaut die Regeneration des Kollagens an und wirkt so dynamisch auf die Haut. Es ergänzt die Faltenbehandlung und wirkt auch mildernd bei Haarausfall an den Brauen und der Kopfhaut.
Was ist der Unterschied zu Biostimulatoren wie Profhilo®?
Biostimulatoren sind künstlich hergestellte Stoffe, die zur Regeneration der Haut eingesetzt werden. PRP ist Ihr eigenes Regenerationsstimulans.
Können die Behandlungen kombiniert werden?
Grundsätzlich ja. Ich empfehle aber Botox eher allein zu applizieren, damit es besser wirkt. Bei anderen zusätzlichen Mitteln kann ein lokaler Reiz die Wirkung im Gesicht abschwächen.
Welche Rolle spielt die Hautqualität?
Botox wirkt bei jeder Hautqualität, da es eben an der Muskulatur ansetzt. Gesunde, gepflegte Haut ist die beste Voraussetzung für ein gutes Ergebnis. Eine durch jahrelange Sonneneinstrahlung und Rauchen geschädigte Haut kann man auch mit Biostimulatoren nicht viel verbessern. Pflegen Sie Ihre Haut durch Vermeidung von Sonneneinstrahlung oder wenn notwendig mit hohem Lichtschutzfaktor. Verzichten Sie auf das Rauchen – es zerstört die Haut. Reduzieren Sie den Alkohol und schlafen Sie ausreichend, am besten auf dem Rücken.
Was ist realistisch in Bezug auf Ergebnisse?
Botox reduziert störende mimische Falten zuverlässig. Filler geben gutes Volumen. PRP und Biostimulatoren unterstützen die Regeneration. Wenn die Haut allerdings beginnt abzusacken, etwa bei Hängebäckchen und wenn die Kieferlinie ihre Kontur verliert, ist ein gutes, natürliches Facelift die beste Option, gerne kombiniert mit etwas Eigenfett fürs Volumen. So bleibt die eigene Natürlichkeit.
Faltenbehandlungen im Gesicht haben sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt. Neben etablierten Verfahren wie Botox und Hyaluronsäure-Fillern gewinnen insbesondere regenerative Ansätze wie PRP und Biostimulatoren zunehmend an Bedeutung. Im Zentrum steht dabei nicht die einzelne Methode, sondern ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept, das Muskelaktivität, Volumenverlust und Hautqualität gezielt berücksichtigt. Ziel ist stets ein natürliches, frisches und harmonisches Ergebnis, das zu Ihrer individuellen Mimik und Gesichtsstruktur passt. In Fällen ausgeprägter Haut- und Gewebeerschlaffung kann ergänzend auch ein operatives Facelift eine sinnvolle Behandlungsoption sein. Dieses kommt insbesondere dann in Betracht, wenn minimal-invasive Verfahren an ihre Grenzen stossen.
Persönliche Beratung zu Faltenbehandlungen
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